Der Zeit voraus

Im Jahr 2001 wurde in Hamburg die Firma SkySails gegründet und ging mit einer bahnbrechenden Idee an den maretimen Markt. Schiffe sollten durch riesige Zugdrachen in ihrem Antrieb unterstützt werden und damit im Jahresmittel 10 – 30% Treibstoff sparen. Natürlich müssen diese großflächigen Flugsysteme vollautomatisch gestartet, gesteuert und auch wieder eingeholt werden. Möglich macht dieses ein Start- Landesystem bestehend aus einem Teleskopmast, einer Winde und der elektrischen Steuerung. Weiter gibt es noch das sogenannte fliegende System mit Steuergondel, Zugseil und Drachen. In diesem komplexen System benötigt man die verschiedensten Positionssignale zur Steuerung von genau definierten Flugmanövern und dem Start- und Landevorgang.

Die Positionsdaten werden von Drehwinkelgebern erfasst und an die Steuerung gesendet. Die Übertragung erfolgt je nach Einsatzstelle mittels der Schnittstellen CANopen, SSI und Profibus. Grundsätzlich müssen die Geber eine hohe Betriebssicherheit bei rauen Umweltbedingungen aufweisen. Die Drehgeber in der Steuergondel sollten außerdem nicht zu groß und zu schwer sein. Alle diese Anforderungen erfüllen TWK – Drehgeber der sogenannten T-Serie. Diese Geber sind in einer Zweikammerbauweise aus seewasserfestem Aluminium und mit Edelstahlwelle ausgeführt. Wellenbelastungen bis 250 Nm sind erlaubt. Unter Zweikammerbauweise versteht man die mechanische Trennung von Elektronik und beweglicher Mechanik, d.h. der Wellenbaugruppe und des Multiturngetriebes. Die Positionserfassung erfolgt durch die interne Sensorik nicht optisch mit Codescheibe sondern magnetisch mit Halltechnik. Auf diese Weise ist es möglich die Kammer mit der Elektronik zu vergießen und Schutzarten bis IP69K zu erzielen. Bei absoluten Drehgebern unterscheidet man grundsätzlich in Monotourausführung und Multiturnausführung. Bei dem Start- und Landesystemsystem wird die Seilauszugslänge an der Winde mit einem Profibus Multiturngeber der Type TRD erfasst. Der Drehwinkel des Teleskopmastes und der Auszugswinkel des Zugseiles wird mit einem Profibus Monotourdrehgeber der Type TBD erfasst.


Basierend auf dem Zugdrachensystem bietet die SkySails Power GmbH ein System zur Energiegewinnung an. Man nutzt hier die sog. Höhenwinde in 200m bis 800m Höhe. Die Energieerzeugung erfolgt mittels Generator der mit der Zugseilwinde verbunden ist. Beim aufsteigen des Drachens wird Strom erzeugt. Ab einer bestimmten Auszugslänge steuert der Drachen in eine Position in der nur geringe Zugkräfte herrschen. Nun kann das Seil mit geringem Energiebedarf aufgespult werden. Dieser Zyklus kann dann beliebig wiederholt werden. Die geplanten Anlagen sollen bis zu 7MW installierte Leistung aufweisen.